Das St. Kizito Hospital, auch als Matany Hospital bekannt, liegt inmitten der Savanne von Karamoja, dem ärmsten und abgeschiedensten Teil Ugandas. Seit über 50 Jahren wird die Einrichtung von den Comboni-Missionaren geleitet und dient als lebensnotwendige Anlaufstelle für die halbnomadischen Karamajong. Getragen von dem Leitspruch „We dress the wound, God heals it“ (Wir verbinden die Wunde, Gott heilt sie), bietet das Krankenhaus eine Atmosphäre der Menschlichkeit, die weit über die medizinische Versorgung hinausgeht. Diese besondere Qualität wurde auch offiziell gewürdigt: Das Haus wurde als zweitbestes Krankenhaus Ugandas ausgezeichnet, während der dortige Chirurg zum besten Arzt des Landes gewählt wurde.
Innerhalb des Hospitals herrscht ein reges Treiben, das besonders in der spezialisierten Kinderabteilung und der Ernährungseinheit spürbar ist. Hier werden mangelernährte Kinder intensiv betreut, wobei die medizinische Leitung in den Händen von Sr. Paula (Thorach Paula) liegt. Als leitende Krankenpflegerin (Principal Nursing Officer) prägt sie das Haus durch ihre herzliche und einladende Art, die Helfer und Patienten gleichermaßen willkommen heißt. Sie wird als „großartige Person“ und „wahre Mutter mit einem Herz für Kinder“ beschrieben, die nicht nur die physische Heilung überwacht, sondern auch Projekte wie den Spielraum unterstützt, um das Vertrauen der Kinder zu gewinnen und ihre Genesung durch Freude zu fördern.
Die langfristige Stabilität und die wirtschaftliche Führung des Krankenhauses sind eng mit Bruder Günter Nährich verknüpft, der die Einrichtung seit fast zwei Jahrzehnten als Verwaltungsdirektor leitet. Er gilt als ganzheitliche Führungskraft, die wirtschaftliche Kompetenz mit tiefer Nächstenliebe verbindet und stets eine „offene Tür“ für die Anliegen der Menschen hat,. Durch seinen Einsatz und die Philosophie des „common cause with the people“ (Gemeinsam unterwegs sein mit den Menschen) stellt er sicher, dass Spendengelder dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden,,. Gemeinsam mit einem Team aus einheimischen Kräften und Missionaren sorgt er dafür, dass das St. Kizito Hospital ein Ort bleibt, an dem Menschlichkeit und Mitgefühl täglich gelebt werden.
Ein besonderes Anliegen, das wir im Jahr 2025 verwirklichen konnten, war die Ausstattung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Küche und Reinigung mit einheitlicher Festtagskleidung. Für das Personal war es ein großer Herzenswunsch, bei offiziellen Anlässen und gemeinschaftlichen Feiern durch gemeinsame Uniformen bzw. Festtagsgewänder ihre Zusammengehörigkeit nach außen zu zeigen. Diese Initiative unterstreicht die Wertschätzung für jene Menschen, die im Hintergrund täglich für den reibungslosen Ablauf im St. Kizito Hospital sorgen.
Die Wirkung dieses Projekts war bei den Weihnachtsfeierlichkeiten deutlich spürbar, als die Angestellten ihre neuen Gewänder mit sichtbarem Stolz trugen. In einer Gemeinschaft, in der das Miteinander und die Menschlichkeit im Zentrum stehen, schenkt eine solche einheitliche Kleidung ein Gefühl von Würde und Identität. Es zeigt, dass jeder Einzelne – unabhängig von seiner Aufgabe – ein wichtiger Teil des großen Ganzen im Krankenhaus von Matany ist.
Dieses Projekt ist ein weiteres Beispiel für unsere Philosophie, auch scheinbar kleine Wünsche ernst zu nehmen, da sie oft eine große positive Wirkung auf das Betriebsklima und das Selbstwertgefühl der Menschen vor Ort haben. Getreu unserem Motto „Together we are better“ setzen wir uns dafür ein, nicht nur medizinische Notwendigkeiten zu finanzieren, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und die Freude im Arbeitsalltag zu fördern. Es sind oft genau diese Zeichen der Anerkennung, die die Motivation stärken und das Leben in der Savanne ein Stück bunter machen.
Der Spielraum im St. Kizito Hospital ist ein bunter Ort der Zuflucht, den Gudrun Marat ins Leben gerufen hat, um kranken Kindern sowie ihren begleitenden Geschwistern und Müttern die oft belastende Wartezeit auf Behandlungen zu verschönern. Inmitten eines schwierigen Alltags in der Savanne bietet dieser Raum die kostbare Möglichkeit, einfach Kind zu sein und Momente der Unbeschwertheit zu genießen – ein Stück „Leben über das Überleben hinaus“. Das Herzstück dieses Projekts ist das „Einfach-da-Sein“ und die persönliche Zuwendung, wodurch den Kindern eine Form der Aufmerksamkeit geschenkt wird, die es zuvor im Krankenhausalltag nicht gab.
Die Ausstattung des Raumes besteht größtenteils aus Spenden und umfasst Spielsachen wie Fingerpuppen, Autos, Kreide, Malsachen und sogar Schaukeln. Täglich nutzen etwa 30 Kinder das Angebot, um gemeinsam zu zeichnen, Fußball zu spielen oder mit Instrumenten zu musizieren. Diese spielerische Beschäftigung ist weit mehr als nur Zeitvertreib: Sie lenkt die kleinen Patientinnen und Patienten von ihren Schmerzen ab, gewinnt ihr Vertrauen und trägt so aktiv dazu bei, ihre Genesung zu fördern.
Damit dieser Ort der Freude dauerhaft erhalten bleibt, wurde der Spielraum kürzlich neu hergerichtet und wird regelmäßig durch Paketsendungen mit speziellen Materialien aus Österreich versorgt. Als wichtiges Herzensprojekt für die Zukunft planen wir nun, den Raum verlässlich zweimal am Tag zu öffnen. Hierfür möchten wir eine lokale Person fest anstellen, die den Spielraum betreut und als verlässliche Bezugsperson für die Kinder fungiert, um dieses Stück Normalität und Menschlichkeit nachhaltig im Krankenhaus zu verankern.
Ein zentrales Projekt unseres Vereins ist die EDI-Ambulanz, deren Anschaffung und laufender Betrieb durch „Licht und Leben“ finanziert werden. In der Region Karamoja, dem ärmsten und abgeschiedensten Teil Ugandas, sind befestigte Wege eine Seltenheit und die Entfernungen zum St. Kizito Hospital für viele Menschen oft unüberwindbar. Unsere mobile Ambulanz fungiert hier als lebensnotwendige Brücke, die medizinische Hilfe direkt zu den Menschen in die Savanne bringt, die sonst kaum eine Chance auf eine rechtzeitige Behandlung hätten.
Mittlerweile ist dieses Fahrzeug aus dem Klinikalltag in Matany nicht mehr wegzudenken und leistet einen unschätzbaren Beitrag zur medizinischen Versorgung vor Ort. Die Ambulanz fährt täglich aus, um Patientinnen und Patienten zu erreichen, die in der abgeschiedenen Wildnis leben. Es ist für uns eine große Bestätigung zu sehen, wie sinnvoll und lebensrettend diese Investition ist, da sie gerade in der schwierigen Regenzeit oft die einzige Möglichkeit darstellt, Kranke sicher ins Krankenhaus zu transportieren.
Mit der EDI-Ambulanz setzen wir unseren Leitgedanken „Together we are better“ konsequent in die Tat um. Sie ist ein Paradebeispiel für unsere Philosophie der „Starthilfe im Kleinen“, die durch die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender Großes bewirkt und konkrete Hilfe direkt zu den Bedürftigen bringt. Unser Ziel bleibt es, diesen täglichen Einsatz langfristig und verlässlich abzusichern, damit medizinische Versorgung in Karamoja keine Frage der Entfernung mehr sein muss.
Der Verein „Licht und Leben“ mit Sitz in Graz wurde von der Familienpädagogin Gudrun Marat ins Leben gerufen, um Menschen in Not mit gezielter „Starthilfe im Kleinen“ zu unterstützen, die oft Großes bewirken kann. Getragen von dem Leitgedanken „Together we are better“ setzen wir uns insbesondere für die Bedürfnisse von Familien, Kindern und Einzelpersonen ein. Unsere Arbeit wurzelt in der persönlichen Entscheidung der Gründerin, die im Jahr 2020 ihren Wunsch, direkt in Afrika zu helfen, Realität werden ließ und für ein Jahr nach Uganda ging, um dort im Team des Matany Hospitals mitzuwirken.
Unsere tiefe Verbindung besteht primär zum St. Kizito Hospital in Matany, welches in Karamoja liegt – der ärmsten und abgeschiedensten Region Ugandas. Gudrun Marat ist jedes Jahr mehrmals vor Ort, um im Team zu klären, wo Hilfe sinnvoll ist, und arbeitet dabei eng mit den dortigen Comboni-Missionaren zusammen. Das Krankenhaus folgt dem Motto „We dress the wound, God heals it“ und ist für die einheimischen Karamajong, deren traditionelle Lebensweise als Halbnomaden zunehmend gefährdet ist, eine lebensnotwendige Anlaufstelle.
Durch die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender finanzieren wir nachhaltige Projekte wie die EDI-Ambulanz, die tägliche medizinische Einsätze leistet, sowie Schulgelder und die Ausbildung von Hebammen. Ein besonderes Herzensprojekt ist der von uns geschaffene Spielraum im Krankenhaus, der den Kindern in ihrem schwierigen Alltag Momente der Freude und ein Leben über das bloße Überleben hinaus ermöglicht. Unser Ziel ist es, nicht nur Grundbedürfnisse abzudecken, sondern durch persönlichen Einsatz bei den Menschen zu sein und ihnen durch konkrete Hilfe zur Selbstständigkeit neue Perspektiven zu eröffnen.